
Bild und die “Killerspiele”
Mai 9, 2008Es ist ja nun seit geraumer Zeit in Mode, auf sogenannten “Killerspielen” herumzuhacken. Die Bild-Zeitung legt hier allerdings eine fragwürdige Doppelmoral an den Tag. Werden doch in Artikeln “Killerspiele” scharf verurteilt, so kann man im Onlineshop eben jene Spiele kaufen.
Gestern erschien nun wieder ein äusserst reisserische Artikel bei Bild. Wenn ich solche Artikel lese, dann wird mir echt schwindelig. Da wird davon gesprochen, dass bei Counterstrike Blut in Strömen fließt und es das Ziel ist möglichst viele Gegner auf einmal zu töten. Auch wird in einem Satz gesagt, dass der Amoklauf von Erfurt einen direkten Zusammenhang zu Counterstrike hat.
Man könnte ja eigentlich getrost ignorieren, was diese Zeitung da verzapft. Das Problem ist, dass ich glaube, dass es wirklich Millionen von Menschen lesen, die diesen Kram glauben. Man bemerkt es ja auch immer wieder im Bekanntenkreis, dass diese Propaganda gegen die Computerspiele Wirkung zeigt. Es bestreitet ja niemand, dass zu hoher Konsum von so etwas schädlich sein kann. Aber wenn diese Spiele generell schaden würden, dann wäre die gesamte Jugend heutzutage gewaltbereit und würde früher oder später Amoklaufen. Das ist totaler Quatsch. Die Gründe für diese Ausfälle sollte man auch mal im Umfeld der Täter suchen. Eltern, soziale Zwänge, Mitschüler und ähnliches.
Warum sucht man eigentlich die Schuld nie bei den Tätern?
ich denke, das liegt daran, dass es niemand für wahr haben will, dass jemand so durchdreht.
die schuld liegt natürlich zu 100% beim Täter.
Die Frage ist in den meisten Fällen halt “Warum?”
“Wieso dreht jemand so ab, dass er wahllos Menschen tötet?”
Ich denke schon, dass es dafür Gründe und Auslöser gibt.
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